Bildung
Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft Amberg

Junge Frau trägt Tasche mit Aufschrift "Hauswirtschaft" unterm Arm

© Fotodesign Katzer

Der einsemestrige Studiengang Hauswirtschaft an der Landwirtschaftsschule in Amberg lehrt, einen Haushalt - insbesondere in der Landwirtschaft - fachkundig zu führen.

Er richtet sich an Frauen ohne hauswirtschaftliche Berufsbildung. Im Mittelpunkt stehen praktische Fertigkeiten und Fachwissen in der Hauswirtschaft, im Familien- und im Haushaltsmanagement. Der Studiengang stärkt Persönlichkeit und Auftreten, er fördert unternehmerisches Denken und Handeln. Zudem vermittelt er die pädagogische Eignung, um Personen auszubilden und anzuleiten. Der Unterricht findet in Teilzeitform statt. Das nächste Semester beginnt im September 2017.

Kontakt

Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft
Schulleitung: Eckl Ursula
Hockermühlstraße 53
92224 Amberg
Tel.: 09621 6024-0
Fax: 09621 6024-222
E-Mail: poststelle@aelf-am.bayern.de

Zugangsvoraussetzungen
  • Abschlusszeugnis einer Berufsschule oder eines gleichwertigen Bildungsgangs
  • Abgeschlossene Berufsbildung außerhalb der Hauswirtschaft mit anschließender Berufserfahrung
  • Ausnahmen regelt die Schulleitung
Unterrichtszeiten
  • Der Unterricht findet zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Haushalt und Berufstätigkeit in Teilzeitform statt.
  • Die Unterrichtsstunden und Schultage werden in Absprache mit den Interessenten festgelegt.
  • Die 660 Unterrichtsstunden verteilen sich auf einen Zeitraum von 23 Monaten.
  • Der Unterricht findet in der Regel verteilt auf zwei Tage mit 10 Unterrichtsstunden pro Woche statt.
  • Es gilt die Ferienordnung für das Land Bayern.
Unterrichtsfächer
  • Familie, Persönlichkeit und hauswirtschaftliche Betreuung
  • Berufs- und Arbeitspädagogik
  • Haushalts- und Finanzmanagement
  • Ernährungslehre
  • Unternehmensführung
  • Küchenpraxis
  • Haus- und Textilpraxis
  • Hausgartenbau
  • Zusätzliche Angebote, wie haushaltstechnisches Seminar oder Seminar soziale und religiöse Bildung
Abschluss
Nach bestandenem Schulbesuch erhalten Sie ein Zeugnis mit Urkunde sowie eine Bescheinigung über
die berufs- und arbeitspädagogische Eignung zum Ausbilden nach Paragraph 2 und Paragraph 3 der Ausbildereignungsverordnung.
Werden die Zulassungsvoraussetzungen nach Paragraph 45 Absatz 2 Berufsbildungsgesetz erfüllt, kann die Abschlussprüfung in der Hauswirtschaft abgelegt werden.
Kosten
Der Schulbesuch ist kostenfrei. Die Kosten für Unterrichtsmaterialien, Lehrfahrten, Verpflegung etc. sind von den Studierenden zu tragen.

Schulleben

Informationsabend am 20. Juni 2017

Am Dienstag, 20. Juni 2017, findet um 19.30 Uhr ein Informationsabend zum einsemestrigen Studiengang Hauswirtschaft an der Landwirtschaftsschule Amberg, Hockermühlstraße 53, statt.
Ein neues Semester startet am Dienstag, 19. September. Zur Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Schulbesuch findet der Unterricht in Teilzeitform statt. Die 660 Unterrichtsstunden verteilen sich auf ca. eineinhalb Jahren. Der Unterricht findet in der Regel am Dienstagvormittag sowie wahlweise am Dienstagnachmittag oder Mittwochvormittag statt.
Die Absolventen verlassen die Schule als "Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung" und können bei entsprechenden Voraussetzungen die Abschlussprüfung in der Hauswirtschaft ablegen. Dies kann Grundlage für die weitere berufliche Zukunft sein, z. B. die Tätigkeit im hauswirtschaftlichen Fachservice, in Privat- und Großhaushalten.

Abschlussfeier: Studierende erhalten ihre Zeugnisse

17 Studierende nahmen im Mai 2017 als Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung ihre Zeugnisse entgegen. Behördenleiter Wolfhard-Rüdiger Wicht sprach den Frauen seine Anerkennung dafür aus, sich über eineinhalb Jahre Wissen und Fertigkeiten anzueignen. Schulleiterin Ursula Eckl verdeutlichte die Vielfalt des hauswirtschaftlichen Bildungsangebotes in Amberg. Die Fachkompetenzen seien in den Bereichen Ernährung und Küchenpraxis, Haushaltsmanagement sowie Haus- und Textilpraxis und Hausgartenbau erworben worden. Methodenkompetenzen wie Projektmanagement, hauswirtschaftliche Betreuung und Ausbildereignung seien ebenfalls vermittelt worden und in allen Berufen gefragt. Darüber hinaus habe man Wert auf die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Schulbesuch gelegt.
Feelgood-Management als neues Arbeitsfeld?
Perspektiven für die hauswirtschaftlichen Berufe zeigte Referentin Tanja Breitkopf mit dem Beitrag "Happy Work trifft Hauswirtschaft – Feelgood-Management als neues Arbeitsfeld der Hauswirtschaft?" auf. Feelgood-Manager sorgten für eine Wohlfühl-Atmosphäre am Arbeitsplatz. Damit steige im Unternehmen die Mitarbeiterzufriedenheit und so ließe sich auch mehr Gewinn erwirtschaften. Aus Sicht der Referentin könne sich zukünftig ein großes Arbeitsfeld für die Hauswirtschaft auftun. Voraussetzung sei, die Unternehmen von der Bedeutung eines Feelgood-Managers zu überzeugen.
Beste geehrt
Bei der Zeugnisübergabe wurden die Besten geehrt: Mit dem Notendurchschnitt von 1,11 verließen vier Absolventinnen die Schule (Ingrid Götz, Mirjam Liess, Sandra Minks und Maria Zizler). Den zweiten Rang (Notenschnitt 1,22) teilten sich teilten Hildegard Trummer de Guevara und Petra Ubeda-Polster, auf dem dritten Rang folgten mit 1,44 Monika Kölbl und Adelheid Schlosser. Mit Oberpfälzer Gstanzln verabschiedeten sich die Absolventinnen, die sie für sich und die Lehrer einstudiert hatten. Mit ein wenig Wehmut, weil eine schöne und lehrreiche Zeit zu Ende ging, sangen die Damen "So lebe wohl, du wunderschöne Haushaltsschul´, mir worn recht gern herinn, des macht für uns an Sinn."

Eine Schule fürs Leben

Schuljahrgang 1915Zoombild vorhanden

Schuljahrgang 1915

Auf 100 Jahre hauswirtschaftliche Bildung blickte die Landwirtschaftsschule Amberg im Jahr 2015 zurück. Mit einer Jubiläumsveranstaltung am 22. Mai 2015 wurde der Schulbetrieb in der Abteilung Hauswirtschaft von 1915 bis heute gewürdigt. Eine Zeitreise ließ die höchst unterschiedlichen Herausforderungen in diesem langen Zeitraum sehr lebendig werden. Mit Lehrbüchern aus verschiedenen Jahrzehnten und am Beispiel von Bügeleisen zeigte sie die Veränderungen in Lehrinhalten und der technischen Entwicklung auf.
Auch frühere Schülerinnen berichteten: Erinnerungen an Unterricht und Internatsbetrieb in der "Winterschule" wurden wach, berufliche Wege als Energieberaterin, Technikerin, Ausbilderin oder Hofcafébetreiberin rückten ins Blickfeld. Die Ehemaligen deckten immerhin einen Zeitraum von 65 Jahren ab, die älteste Absolventin unter den Gästen hatte den Schuljahrgang 1950/51 besucht.