Bildung
Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, Amberg

Junge Frau trägt Tasche mit Aufschrift "Hauswirtschaft" unterm Arm

© Fotodesign Katzer

Der einsemestrige Studiengang Hauswirtschaft lehrt, einen Haushalt fachkundig zu führen - egal, ob für die eigene Familie oder für ein Einkommen mit hauswirtschaftlichen Kompetenzen.

Im Mittelpunkt unserer Fachschule stehen praktische Fertigkeiten und Fachwissen zum Familien- und Haushaltsmanagement. Der Studiengang stärkt die Persönlichkeit und fördert unternehmerisches Denken und Handeln. Zudem vermittelt er die pädagogische Eignung, um Personen anzuleiten und auszubilden. Er richtet sich an Frauen mit abgeschlossener Berufsausbildung außerhalb der Hauswirtschaft. Um Bildung, Beruf und Familie zu vereinen findet der Unterricht in Teilzeitform statt.
Das nächste Semester startet im September 2019.

Kontakt

Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft
Schulleitung: Eckl Ursula
Hockermühlstraße 53
92224 Amberg
Tel.: 09621 6024-0
Fax: 09621 6024-222
E-Mail: poststelle@aelf-am.bayern.de

Zugangsvoraussetzungen
  • Abschlusszeugnis einer Berufsschule oder eines gleichwertigen Bildungsgangs
  • Abgeschlossene Berufsbildung außerhalb der Hauswirtschaft mit anschließender Berufserfahrung
  • Ausnahmen regelt die Schulleitung
Unterrichtszeiten
  • Der Unterricht findet zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Haushalt und Berufstätigkeit in Teilzeitform statt.
  • Die Unterrichtsstunden und Schultage werden in Absprache mit den Interessenten festgelegt.
  • Die 660 Unterrichtsstunden verteilen sich auf einen Zeitraum von 23 Monaten.
  • Der Unterricht findet in der Regel verteilt auf zwei Tage mit 10 Unterrichtsstunden pro Woche statt.
  • Es gilt die Ferienordnung für das Land Bayern.
Unterrichtsfächer
  • Familie, Persönlichkeit und hauswirtschaftliche Betreuung
  • Berufs- und Arbeitspädagogik
  • Haushalts- und Finanzmanagement
  • Ernährungslehre
  • Unternehmensführung
  • Küchenpraxis
  • Haus- und Textilpraxis
  • Hausgartenbau
  • Zusätzliche Angebote, wie haushaltstechnisches Seminar oder Seminar soziale und religiöse Bildung
Abschluss
Nach bestandenem Schulbesuch erhalten Sie ein Zeugnis mit Urkunde sowie eine Bescheinigung über
die berufs- und arbeitspädagogische Eignung zum Ausbilden nach Paragraph 2 und Paragraph 3 der Ausbildereignungsverordnung.
Werden die Zulassungsvoraussetzungen nach Paragraph 45 Absatz 2 Berufsbildungsgesetz erfüllt, kann die Abschlussprüfung in der Hauswirtschaft abgelegt werden.
Kosten
Der Schulbesuch ist kostenfrei. Die Kosten für Unterrichtsmaterialien, Lehrfahrten, Verpflegung etc. sind von den Studierenden zu tragen.

Schulleben

Hauswirtschaftliches Wissen und Können schafft Chancen für die Zukunft

Mit der Schulschlussfeier am 28. Mai 2019 wurden 10 Studierende der Abteilung Hauswirtschaft feierlich entlassen. In eineinhalb Jahren und 660 Unterrichtsstunden erlangten sie Wissen und Können rund um Hauswirtschaft, Familien- und Haushaltsmanagement.
Schulleiterin Ursula Eckl blickte auf die Schulzeit zurück. Dabei spannte sich der Bogen von der professionellen Wirtschaftsführung in Privat- und Großhaushalten bis hin zur emotionalen Wahrnehmung von Haushaltsleistungen. Wohlgefühl entstehe z. B. mit dem Duft frischer Wäsche, beim Anblick gestalteter Räume, beim Genuss des Lieblingsessens am gedeckten Tisch und durch Zuwendung bei der Versorgung von Kindern und Senioren.
Richtige Lebensmittelauswahl und Zubereitung
Ökotrophologin Brigitte Neumann griff in ihrer Festansprache "Einfach. Gut. Essen" einen weiteren Ausbildungsschwerpunkt auf. Ernährung muss nicht kompliziert und aufwändig sein, sondern es kommt vor allem auf Qualität und Geschmack an. Die wichtigste Grundlage hierfür ist die richtige Lebensmittelauswahl und Zubereitung. Auf beides wurden die neuen "Fachkräfte für Ernährung und Haushaltsführung" während ihrer Schulzeit bestens vorbereitet.
Viel gelernt
Die Absolventinnen selbst fassten ihre Zeit im einsemestrigen Studiengang Hauswirtschaft mit den Worten "Mir dan song, mir hom an Haffa glernt" zusammen. Mit ihrem Gedicht stellten sie die Vielfalt hauswirtschaftlicher Inhalte dar. Nach der Übergabe der lang ersehnten Zeugnisse wurden die guten Leistungen der Absolventinnen durch die Ehrengäste gewürdigt. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom gemischten Ensemble des Gregor-Mendel-Gymnasiums Amberg unter der Leitung von Andreas Billner.
Wir wünschen unseren Absolventinnen alles Gute auf ihrem weiteren Weg!

Unterrichtsprojekt "Mein kuhler Milchtag"

Projektmanagement ist ein Unterrichtsfäch der Studierenden. Wie ein Projekt geplant, erarbeitet, durchgeführt und evaluiert wird, stellten sie mit "Mein kuhler Milchtag" vor. Anlässlich des Weltschulmilchtages im Herbst 2018 war die Klasse 2a der Albert-Schweitzer-Grundschule Amberg zu Gast. An vier Lernstationen sammelten die Schüler Informationen zur Milch, wendeten ihr Wissen an und stellten selbst Lebensmittel her.
Anschaulich wurde der Weg der Milch vom Tier bis ins Glas gezeigt. Die Kinder molken am Gummieuter und schüttelten Butter. Auch probieren durften sie: Es gab Kuh-, Ziegen- und Schafmilch, Käsebrote und Milchshakes. Die Kinder lernten an diesem Tag, dass Lebensmittel in hochwertiger Qualität hergestellt werden und es dafür viel Wissen braucht.

Power food – frisch und für die Vorratshaltung

Die heißen Tage brachten reichlich Beerenobst und starke Erträge im Garten: Nach den Erdbeeren und Kirschen gab es Himbeeren, weiße, rote und schwarze Johannisbeeren, Jostabeeren, Stachelbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren. Da lag es im Sommer 2018 nahe, im küchenpraktischen Unterricht dieses Thema aufzugreifen.
Die Inhaltsstoffe lassen sich sehen. Powerfood bietet sich an in der Saison - und aus der Region schmeckt es besser als von weit her transportiert. Für die Studierenden hieß es, die sommerliche Vielfalt für den Winter zu bevorraten. Vorratshaltungsmethoden wurden früher in vielen Haushalten praktiziert und waren oft sehr arbeits- und zeitaufwendig.
Mehrere Personen stehen hinter Tisch mit gefüllten Gläsern und Flaschen

© Gerhard Franz

Entsaften, Fruchtaufstriche herstellen, Früchte einwecken, Kräuter für Tee und als Gewürz trocknen, Gemüse bevorraten - all das stand bei der Vorratshaltung auf dem Programm. Die geschmackliche Vielfalt war groß und die Rezeptauswahl auch. So war für jeden etwas dabei.

Im Schulbetrieb bedeutete das:

  • geeignete Verfahren auswählen
  • Ernährungsphysiologie, Kosten und Qualitätssicherung im Blick haben
  • fachgerechte, zeitsparende und rationelle Zubereitung beachten
  • die Verarbeitung der Lebensmittel aus dem eigenen Garten spielen ebenso eine Rolle wie die Bedürfnisse der Familienmitglieder
  • Vorräte sollen Arbeitsspitzen vermeiden helfen (z.B. zubereitete Gemüsesoße heiß einfüllen – im Winter steht ein schnelles Gericht zur Verfügung)
  • Ernährungssicherung: Vorräte stehen zur Verfügung
Die Zubereitungen lassen sich aber auch als erlesene Spezialitäten aus der eigenen Küche verschenken. Das Unterrichtsfach Küchenpraxis wird an der Landwirtschaftsschule Amberg, Abteilung Hauswirtschaft umfangreich unterrichtet. Das praktische Umsetzen steht im Vordergrund. Ziel ist die Versorgung mit vollwertiger und gesunder Kost.

Staudenbeet angelegt

Im Unterrichtsfach Hausgartenbau bepflanzten die Studierenden 2017 mit Kreisfachberater Arthur Wiesmet und Fachoberlehrerin Jutta Forster ein Staudenbeet rund um den Sämann vor dem Amtsgebäude in der Hockermühlstraße. Wiesmet hat das gesamte Staudenbeet geplant und die Anlage mit Granitsteinen eingefasst. Bei der Wahl der Pflanzen wurden die Wünsche der Lehrkräfte berücksichtigt. So kamen duftende und schmackhafte Kräuter und langlebige und nicht allzu pflegeaufwändige Stauden in die Auswahl.
Mittlerweile haben sich die Pflanzen gut entwickelt und sind in den sonnigen Sommerwochen bis in den Herbst hinein zu einer reichhaltigen Bienenweide geworden. Das Kräuterbeet dient als Anregung für die Besucher und die Studierenden.

Einblicke in den Unterricht - Theorie und Praxis gehen Hand in Hand

Sachaufwandsträger

Landkreis Amberg-Sulzbach
Schloßgraben 3
92224 Amberg
Internet: www.kreis-as.de Externer Link